Warum fällt es dir so schwer, einfach mal eine Pause zu machen? Warum fühlst du dich in Beziehungen eingeengt oder hast im Gegenteil Angst, verlassen zu werden? Und wer bist du eigentlich, wenn du nicht gerade funktionierst, leistest und ablieferst?
Viele Millennials tragen eine unsichtbare emotionale Last. Sätze wie „Stell dich nicht so an“, „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ oder „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ klingen vielleicht erstmal harmlos, doch sie haben tief in uns Spuren hinterlassen.
Die Generation der Millennials erlebte als erste eine Rekord-Scheidungsrate: In den 2000ern wurde statistisch jede zweite Ehe geschieden. Gleichzeitig wurden Schläge als Erziehungsform erst zur Jahrtausendwende im deutschen Gesetz verboten. Emotionale Distanz und die Erwartung, früh alles alleine zu schaffen, prägten den Alltag vieler Millennial-Kinder. Funktionieren und nicht klagen hatte Priorität: „Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst...!“ oder „Den anderen geht es viel schlechter!“